Mikrosystemtechnik für ganzheitliche
telemedizinische Dienstleistungen in
der häuslichen Nachsorge

 
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ARBEITSPAKET I: Anforderungs- und Potenzialanalyse über integrierte Technologieeinsatzplanung

Im Rahmen des Arbeitspakets I sollen die relevanten Anwendungs-, Service- und Technologieaspekte umfassend analysiert und vor dem Hintergrund der szenarienbasiert bewerteten Potenziale eine integrative Methodik zur Entwicklung Mikrosystemtechnik(MST)-basierter Dienstleistungen im Anwendungsfeld Nachsorge von Reha-Maßnahmen von Postinfarkt-Patienten definiert werden. Ziel ist es, die medizinischen Anforderungen und die Anforderungen der späteren Nutzer (Patienten, Ärzte und weitere Personen) mit den technologischen Realisierungsmöglichkeiten einerseits und den sich aus der Gestaltung von Dienstleistungen ergebenden Anforderungen zu einem für alle Stakeholder attraktiven Konzept zu verknüpfen.

Die dazu erforderlichen Analysen und die Synthese der Einzelergebnisse sollen durch moderierte Workshops unter den Projektpartnern abgestimmt werden und so zur Entwicklung einer einheitlichen Vorgehensweise führen.

Es gilt zu ermitteln, welche physiologischen Parameter im Rahmen der Nachsorgebehandlung von Postinfarktpatienten für den behandelnden Arzt zur Beurteilung des Gesundungszustandes relevant sind und somit im Weiteren durch MST zu erfassen und durch den MSP geeignet an den Arzt / das medizinische Fachpersonal zu übermitteln sind. Dabei ist ggf. zu unterscheiden zwischen der Nutzung des Indikators als Gefahrenindikator, der zur momentanen Beurteilung eingesetzt werden kann, und sein Beitrag für eine Gesamtbeurteilung des Patientenstatus. In beiden Fällen sollen kritische Parameterausprägungen und aus der Wissenschaft bekannte eindeutige Parametermuster beschrieben werden. Daneben ist festzustellen, unter welchen Rand- oder Messbedingungen diese Parameter erfasst werden müssen.

Die sich aus Sicht der Dienstleister ergebenden Anforderungen an die Gestaltung von Dienstleistungen zur telemedizinischen Betreuung von Patienten in der ambulanten/ häuslichen Gesundheitsversorgung werden ermittelt. Hierbei werden sowohl die im Fokus stehenden primären Dienstleistungen (z. B. Patientenmonitoring) als auch sekundäre Mehrwertdienste (z. B. Medikation, Gesundheitstraining) betrachtet. Im Weiteren werden die aus Dienstleistungssicht für den "Medical Service Provider" relevanten Leistungsumfänge identifiziert und die Anforderungen seitens der Leistungserbringer (Gesundheitsdienstleister und MSP) und Kunden in Bezug auf die Gestaltung der Geschäftsprozesse spezifiziert.

Zur Bewertung zukünftiger Einsatzszenarien, die im Weiteren im Rahmen von MeDiNa Berücksichtigung finden sollen, sind die technologischen Möglichkeiten und Perspektiven zum einen im Bereich der Mikrosystemtechnik, zum anderen im Kontext der webbasierten Dienstleistungen zu ermitteln. Hierzu sollen insbesondere, beispielsweise in den Bereichen Produktions-/ Fertigungstechnik oder IuK existierende Ansätze zur Technologie-Einsatzplanung analysiert und zur Konkretisierung eines Technologiekalenders herangezogen werden.

Basierend zum einen auf den aus verschiedenen Perspektiven spezifizierten Anforderungen an den Leistungsumfang und die Gestaltung MST-basierter telemedizinischer Dienstleistungen im häuslichen Umfeld, zum anderen der technologischen Möglichkeiten und Perspektiven werden Szenarien zum Einsatz von MST in der häuslichen Nachsorge und zu darauf fußenden telemedizinischen Dienstleistungen entwickelt. Die strategischen Entwicklungsmöglichkeiten werden anhand von Potenzialanalysen, in denen die Chancen und Risiken verschiedener Strategien bewertet werden, aufgezeigt. Abschließend werden erarbeiteten Ergebnisse basierend auf den bewerteten Szenarien in ein integriertes Konzept für MST-basierte, telemedizinische Dienstleistungen umgesetzt werden.